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his safe haven

Wir besuchen das Kinderheim ( His Safe Haven), ein Heim für behinderte Kinder in Liberia.Dies hat für uns eine besondere Bedeutung. Hier in dem Land indem das Leben so schwer ist haben Behinderte keine Chance.Die Eltern brauchen alle ihre Kraft um die Familie durchzubringen.

Es existieren einfach häufig keine Reserven um ein behindertes Kind zu versorgen. Es existieren keine Hilfsmittel die es erleichtern könnten. Die Mütter bekommen in diesem Land häufig schon bei gesunden Kindern wenig bis keine Unterstützung vom Vater des Kindes.Hinzu kommt das es ein soziales Stigma darstellt ein behindertes Kind zu haben. Das Kind wird als sichtbare Bestrafung für eigenes Fehlverhalten verstanden. Die Gesellschaft meidet das Kind, die Familie und alle die mit dem Kind Kontakt haben um nicht als Teil des Fehlverhaltens gesehen zu werden. Es besteht die Angst das Fehlverhalten könne auch die eigene Familie beeinflussen.All das führt dazu das behinderte Kinder versteckt und vernachlässigt werden, häufig bis hin zum verhungern. Auch aktive Tötung wie Vergiftung oder Erstickung soll wohl immer wieder vorkommen.Die allerwenigsten behinderten Kinder haben das Glück in einem der Wohnhäuser des Heims unter zu kommen.


Es leben immer 5 Kinder in einem Haus mit einer Hausmutter und einer Aushilfsmutter ( damit die Hausmütter mal ein Tag frei hat). Zusätzlich leben noch eigene Kinder und Enkelkinder mit im Haus damit die behinderten Kinder in einer familienartigen Situation aufwachsen.Es wird immer versucht die Kinder in der eigenen Familie zu belassen mit Unterstützung der Heimmitarbeiter, dies gelingt jedoch nur selten.

Die meisten Mütter wollen die Kinder abgeben.Die Zufahrt zum Wohnheim ist so zerfurcht das ich wieder einmal Michael das Steuer übergeben muss.Alleine hätte ich den letzten Kilometer zu Fuß gehen müssen. Ich kann solche Straßen einfach nicht fahren. Als erstes fällt auf das hier keinerlei Müll herumliegt. Dies ist der erste müllfreie Ort den ich in Liberia sehe!

Wir stehen etwas verlegen herum, werden aber von den Mitarbeitern sofort in das Haupthaus gebeten.Die Räume sind hell und luftig und überall sitzen und liegen Kinder die sauber angezogen sind und ( soweit sie dazu fähig sind) glücklich aussehen und lächeln. Der Ort strahlt eine schöne Atmosphäre aus, man spürt sofort: Hier werden Kinder geliebt und nicht nur versorgt.Wir werden zur Kontaktaufnahme mit den Kindern aufgefordert. Je nach Mentalität gelingt das unterschiedlich schnell. Unsere liberianischen Begleiter tun sich am schwersten.

Michael ist ein Naturtalent. Er freut sich das die Kinder in keiner weise Kamerascheu sind und diese Freude springt sofort auf die Kinder über. Er ist sofort von Kindern umringt. Ich liege so im Mittelfeld und lasse mir mehr Zeit zur Kontaktaufnahme um die Kinder ( und mich) nicht zu überfordern. Nach und nach lerne ich so die meisten Kinder kennen. Der Leiter der Gruppe, Don Riley, findet uns so mit den Kindern spielend vor. Er hatte an der Hauptstraße gewartet aus Sorge das wir den Weg nicht finden und uns so verpasst.Er führt uns durch die gesamte Anlage und erklärt uns auch wie er sich die weitere Entwicklung vorstellt. Besonders beeindruckt sind wir von den Wandgemälden die Prince gemalt hat. Er ist hier in Vollzeit beschäftigt und malt Schlüsselstellen der Bibel an die Wand oder auf Papier. In einer Gesellschaft in der viele nicht lesen und schreiben können und Wissen in Form von Geschichten weitergegeben werden helfen Bilder weiter. Nach einem gemeinsamen Mittagessen kommt für uns noch ein schöner Teil. Wir haben Geschenke mitgebracht. Medikamente und eine Taschenlampe für den Sicherheitsdienst. Am besten kommen aber die vielen Lebensmittel an, die Kaufland uns gespendet hat, und wir bis hierhin mitgenommen haben.

Mit der leitenden Krankenschwester gehe ich noch die Problemkinder durch in der Hoffnung von Deutschland aus das eine oder andere Probleme lösen zu können. Schnell wird klar das hauptsächlich zwei Sachen benötigt werden:- Hilfsmittel ( Rollstühle, Sitz- und Gehhilfen)-Physiotherapeuten und Ergotherapeuten die bereit wären etwas länger zu bleiben und das Personal zu schulen.

Verspreche können wir nichts, gehen aber alle mit dem festen Wunsch den Kindern helfen zu woMal schauen was wir in Deutschland auf die Beine stellen können……….. hier brauchen wir eure Mitarbeit. Habt ihr Ideen wie wir helfen könnten. Wir sind für alle Ideen dankbar. Schreibt uns (Kommentar oder pn) sprecht uns an. Wir freuen uns.

Gruß Stephan und Michael

PS besucht doch auch mal:
https://www.hissafehaven.com

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